Rein in die reale Welt

Projekttage am Gymnasium am Deutenberg / Schulfest zum Abschluss


Zum Beginn des Schuljahres gibt es wieder Projekttage am Gymnasium am Deutenberg (GaD). Vom heutigen Montag bis Mittwoch beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit einem Thema ihrer Wahl und blicken dabei über die Mauern ihrer Schule hinaus.


Villingen-Schwenningen. „Wir und die Welt – die Welt und wir“, lautet das Motto, unter das die Lehrkräfte und Organisatoren Martin Stroh, Johannes Hyneck und Claudia Prentl die Projekttage gestellt haben. „Uns geht es darum, dass die Schüler sich als Teil eines Ganzen wahrnehmen“, erklärt Martin Stroh das Anliegen des Planungsteams. Das „Ganze“ oder „die Welt“ sei im Fall der Schwenninger Gymnasiasten zuerst ihre Stadt. Deshalb habe man dem Projekttagemotte den Untertitel gegeben: „Kultur – Kunst – Soziales am GaD und in VS“, so der Oberstudienrat. „Was hat diese Stadt mir zu bieten?“ und „Was kann ich dieser Stadt bieten?“ lauteten die beiden Fragen, auf die Schüler und Schülerinnen ab Montag Antworten finden sollen. So renoviert eine Projektgruppe mit 25 Schülerinnen und Schülern einen städtischen Kindergarten. Eine andere erforscht die Geschichte des Deutschen Roten Kreuzes.

Im Projekt „Social Singers“ besuchen Schülerinnen und Schüler ältere Menschen in Schwenninger Seniorenheimen und singen für sie. Und die Bläserklasse 6b macht unter dem Projekttitel „Brass goes Stadtbibliothek“ Musik in der Bücherei am Muslenplatz. Gleich zwei Gruppen schauen, wie es um die soziale Gerechtigkeit in ihrer Stadt steht – „Armut in Schwenningen“ und „Obdachlose in VS“ lauten die Projekttitel. Insgesamt 45 Projekte umfasst das Programm. „Wir wollen erreichen, dass sich die Kinder und Jugendlichen, die sich viel in Scheinwelten wie dem Internet aufhalten, mit der realen Welt auseinandersetzen“, sagen Johannes Hyneck und Martin Stroh. Wenn das gelänge, hätten die Projekttage in den Augen der Organisatoren ihr Ziel erreicht. Angestoßen wurde die Idee zu den Projekttagen von Schulleiter Manfred Koschek. Erste Schritte zur konkreten Umsetzung ging das Planungsteam dann bereits im November letzten Jahres. Im Frühjahr, nachdem die Idee auch dem Schülerrat vorgestellt worden war, nahm die Planung Fahrt auf. Vor den Sommerferien standen dann alle Projekte fest, und die Schülerinnen und Schüler konnten auswählen, was sie am meisten interessierte.

Zu diesem Zeitpunkt waren die neuen Fünfklässler noch an der Grundschule. Deshalb gibt es für sie während der Projekttage ein eigenes Programm. Sie beschäftigen sich im Rahmen des Sozialtrainings „Lions Quest“ mit Themen wie „Ich und meine Gruppe“, „Stärkung des Selbstvertrauens“ und „Mit Gefühlen umgehen“. Den Schlusspunkt der Projekttage bildet dann am Mittwochnachmittag ein Schulfest, in dem die einzelnen Gruppen ihre Ergebnisse präsentieren. Um die Berichterstattung über die Projekttage kümmert sich eine eigene Projektgruppe. 16 Schülerinnen und Schüler sind von Montag bis Mittwoch als Reporter unterwegs. Was sie auf ihren journalistischen Streifzügen durch die einzelnen Projektgruppen finden, kann man dann auf der Internetseite der NECKARQUELLE „nq-online.de“ in einem eigenen GaD-Blog nachlesen.

Quelle: NeckarQuelle